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Textportraits von Ralph Ueltzhoeffer

Textportrait - Ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum.

Ralph Ueltzhoeffer, geb. 1966 in Mannheim studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Andreas Slominski und Ernst Caramelle.

TEXT PORTRAIT, das Internet - Kunst - Projekt seit 2007

 




  Textportrait-Ralph Ueltzhoeffer
  TEXTPORTRAIT
David Beckham 2005
Ralph Ueltzhoeffer



 

     
         
         
  Köln, 29. November 2007 / Eingestellt von Maria Kohlmann / Thema: Jenny Holzer.      
 
Jenny Holzer (Galerie Nordhorn) - Black Garden - Jenny Holzer

Was bedeutet ein Garten für Sie ganz allgemein? Und warum haben Sie für diesen bestimmten Ort einen Schwarzen Garten vorgeschlagen?

Als ich mit dem Projekt begonnen habe, dachte ich nicht an einen Garten. Doch als ich den Ort besichtigt habe, bin ich davon abgekommen, es einfach mit einer Skulptur zu versuchen. Und elektronische Leuchtzeichen waren ganz eindeutig unpassend für diesen Ort. Einen offenen Platz in einer Kleinstadt mit Elektronik auszustatten, das ist nicht sehr sensibel. Ich sah also, daß es einfach ein Park mit Rasen, Blumen, Bäumen und Sträuchern war. Daher dachte ich, ich könnte aus dem Gegebenen etwas machen. Natürlich etwas anderes, aber ich war der Ansicht, ich sollte mit dem vorhandenen Material arbeiten.

Als ich die Installation für das Guggenheim Museum gemacht habe, geschah etwas ganz ähnliches. Als ich nämlich hinfuhr und es mir ansah, mußte ich die dortigen Gegebenheiten miteinbeziehen - in diesem Fall war es das dominante spiralförmige Gebäude. So etwas passierte auch im Park in Nordhorn.

Warum haben Sie eine kreisförmige Grundstruktur gewählt?

Ich wollte die existierenden Objekte mit einen Echo versehen. Ein anderer Grund war vielleicht, daß ich etwas schaffen wollte, das einer Zielscheibe ähnelte. Ich wollte mich gleichzeitig auf formal gestaltete Gärten beziehen. Und ich wollte auch etwas schaffen, das Kontrolle, schreckliche oder wohltuende Kontrolle ausdrückte.

Wer hat Ihnen geholfen, den Garten anzulegen und die Pflanzen auszusuchen ? Gab es Hilfe von professionelllen Gärtnern?

Oh ja. Ich habe versucht, mich selbst einzuarbeiten. Ich habe viel gelesen, Bücher und Kataloge durchgeblätt-tert. Geholfen haben mir dann der städtische Gärtner, Herr Havermann, und der Landschaftsplaner Dee Johnson, ein Freund aus den Staaten. Ich habe also mit verschiedenen Leuten zusammengearbeitet und versucht, selbst schlauer zu werden.

Könnten Sie die einzelnen Elemente Ihres Gartens erklären, ihren Zusammenhang und ihre Bedeutung?
Wir haben über die konzentrischen Kreise gesprochen und darüber, was sie mit der dort existierenden Landschaftsarchitektur und mit Zielscheiben und Mittelpunkten zu tun haben. Die Wege haben wir mit roten Kieselsteinen aufgeschüttet, weil ich einen farbigen Kontrast zu den schwarzen Blumen und dem dunklen Laub herstellen wollte. Das Rot auf den Wegen ähnelt dem roten Sandstein der dortigen Gegend sehr, aus dem ich die Bänke angefertigt habe. Die Text-Bänke waren sehr wichtige Elemente, weil ich die Aussage des Gartens ganz explizit machen und die Kriegsthematik und den schrecklichen Terror des Kriegs direkt ansprechen wollte. Der Text auf den Bänken hat das geleistet. Die Bänke luden zum Verweilen und Nachdenken ein. Im Garten selbst standen eine Menge schwarze oder dunkle Blumen, Laubbäume und Sträucher. Das ging von schwarzen Tulpen und Nelken über eine sehr dunkle Krokusart zu Heuchere, Iris, Kaiserkronen, Prunus und anderen Sorten.

Sie haben gesagt, daß Sie sich auf formal gestaltete Gärten beziehen. Sehen Sie eine Verbindung zwischen dem Schwarzen Garten und der Geschichte des Gartens oder zu klassischen ikonographischen Motiven, wie etwa der einzelne Apfelbaum als Baum der Erkenn-ntnis im Zentrum des ganzen Arrangements? Oder war es eher eine formale Frage, eine Pflanze in der Mitte zu plazieren ?

Ich habe den Garten wohl etwas mit Symbolen überladen. Aber als ich hörte, daß schwarze Äpfel wirklich existieren, konnte ich mich nicht zurückhalten. Ich dachte, das wäre ein logischer Mittelpunkt. Fast jeder kennt diese Bibelstelle: sie scheint von der unbezähmbaren Neugier des Menschen zu handeln und von der schrecklichen Neigung, das Falsche zu tun. Also fand ich den Baum in der Mitte richtig. Und ich wollte auch einmal schwarze Äpfel sehen. mehr zu Jenny Holzer (www.kunst-kultur-forum.de/Jenny-Holzer.html)
 

 
         
 

 

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